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Geschichte der Krawatte

  Kaiser Shih Huang Ti
Kaiser Shih Huang Ti
Im Grab des ersten chinesischen Kaisers von China Shih Huang Ti (3. Jhrd. v. Chr.) fand man die erste bekannte Darstellung eines geknoteten Halstuches. Während ihrer gesamten Geschichte bildete die Krawatte, die vergänglichen Modeerscheinungen unterworfen war, einen Spiegel ihrer Zeit.

  Insbesondere das militärische Leben und der Krieg führten zu ständigen Veränderungen der Krawatte. Der römische „focales“, ein geknoteter Schal, diente den Soldaten als Schutz vor Schmutz und Sonne.


Römische Soldaten - Trajansäule, Rom
Römische Soldaten - Trajansäule, Rom
 
Jacques Cazotte mit 'Solitaire'
Jacques Cazotte mit „Solitaire“
Die ersten Krawatten tauchten im 17. Jhrd. auf und wurden durch die Kroaten weltweit verbreitet. Diese waren aus feinem Musselin oder Batistband gefertigt und oft am Ende mit Spitze verziert. Am Hofe Ludwigs XV. wurde der „Solitaire“ getragen, eine kompliziert gebundene Krawatte, die von eigens am Hofe beschäftigten „Cravatiers“ gebunden wurde.

 
Maison Du Phénix
Maison du Phénix, 1863
 
In der ersten Hälfte des 19. Jhrd. entstanden zahlreiche Krawattenknoten, die zu zahlreichen Veröffentlichungen von Krawattenbüchern führte - es wurde immer verbindlicher eine Krawatte zu tragen.

 
Lavallière, um 1900
Lavallière, um 1900
Das Aufkommen des Langbinders in den 60er Jahren des 19. Jhrd. markierte eine Revolution in der Geschichte der Krawatte - nach und nach verdrängte er den Querbinder. Erst im 20. Jhrd. setzte sich die farbige Krawatte durch.


  Die heutige 3-teilige Form der Krawatte verdanken wir dem New Yorker Krawattenhersteller Jesse Langsdorf, der gleichzeitig auf die Idee kam, diese diagonal zum Fadenlauf zuzuschneiden, um eine grössere Elastizität zu erreichen.


Rote Krawatte
 
Not a wrinkle
 
Hier ist bis heute die Krawattenform zum Stillstand gekommen. Sicher, man trägt diese mal schmaler mit stumpfen Enden, wie in den 50er Jahren, oder aber breiter wie in den 60ern. Heute dominiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Geweben und Stoffdessinierungen - verschiedene Ausrüstungsvariationen verleihen der Krawatte ihren besonderen Charme.

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